Humus regenerieren - Böden beleben - Kulturen Vitalisieren

In Paris gründete sich nach der Klimakonferenz Ende 2015 die 4‰-Inititative.

Wenn ab sofort jeder 4‰ Humusaufbau/Jahr in seinen Böden schafft, ist das 1,5°C-Ziel bis 2045-2060 noch zu schaffen. Regeneration des Humusgehaltes ist die Lösung aller Krisen!

0,4% Humusregenration pro Jahr sind möglich und bewiesen. Regenerative Landwirtschaft bringt hohe Erträge bei bester Qualität. Die Effizienz der Betriebsmittel steigt. Unkräuter und Krankheitsdruck nehmen ab. Die Toolbox für Humusregeneration und bessere Ergebnisse von der Fläche ist die gleiche: das Bodenleben. CO2 zu Humus machen heißt: die Bodenmikroben (das Mikrobiom des Bodens) ernst nehmen!

Das Bodennahrungsnetz und die huminstoffbildenden Prozesse sind dazu der Schlüssel. Wer hat „da unten“ die höchste Stoffwechselleistung? Steht man auf dem Boden, hat man unter den Füßen 1037 Mikroben, 109 Bodentiere und 5 Regenwürmer. Die Stoffwechselleistung des Mikrobioms im Bodens ist am höchsten!

Das Mikrobiom „wohnt“ an der Wurzel – Pflanzen beleben den Boden durch ihre mikrobielle Rhizospährenflora. Pflanzen und Mikrobiom sind zwei Seiten eines lebenden Systems. Die Regeneration des Humusgehaltes erfordert daher den wissenden, gekonnten Umgang des Landwirtes und Bauern mit bewachsenen Flächen. Die Gründüngung ist die leistungsstärkste organische Düngung, muß aber bei der Bodenbearbeitung durch einen der Verdauung ähnlichen Stoffwechsel geführt werden. Und die Erntekultur steht die längste Zeit des Vegetationsjahres auf der Fläche – auch unter ihr bildet das Mikrobiom Humus, wenn abiotischer Streß vermieden wird. So entsteht gleichzeitig Ertrag und regenerierter Humus.

Was ist „Unkraut“? Die Antwort des Bodens auf den Verlust seiner Mikroflora. Baut der Mensch keine Pflanzen an, fährt er die Bodenmikroben tot oder vergiftet sie, bekommt das „Unkraut“ den Keimreiz. Und Ihre Antwort als Landwirt oder Bauer? Lesen Sie dieses Zeichen der Natur und ernähren Sie die Bodenmikroben so lange wie möglich im Vegetationsjahr – mit bewachsenen Flächen!

Pflanzenernährung durch Düngung oder aus dem Bodenstoffwechsel ist die Frage nach Aufwand oder Effizienz. Bei Ausnutzungsgraden zugeführter Nährstoffe von 10-50% wird es interessant, das Nährstoffaufschlußvermögen unter Kulturen und ihr Mikrobiom stärker zu nutzen. Machen Sie diese natürlichen Prozesse wieder zu Ihren täglichen, alltäglichen Werkzeug – das ist meine Vision!

Zurück