Aus meiner Arbeit

Meine Arbeit mit Ihnen und auf den Feldern

Seit etwa 18 Jahren bin ich selbstständig als Agraringenieur tätig. Durch Ihre Fragen und meiner frühen Jugend als Kind von Gärtnereltern wurde das Thema Bodenfruchtbarkeit immer zentraler.

Heute befasse ich mich mit regenerativer Landwirtschaft, mit der Regeneration des Boden-Kohlenstoffgehaltes. Das Ziel ist, die Wirtschaftlichkeit der Landwirtschaftsbetriebe zu stärken, dazu brauchen Sie stabile und hohe Erträge, sowie wenig Aufwand. Die Regeneration des Boden-Kohlenstoffgehaltes findet während der Anbauverfahren statt, mit den gleichen Methoden, die für hohe und stabile Erträge erforderlich sind. Das System der regenerativen Landwirtschaft ist mit vielen LandwirtInnen und AutorInnen gemeinsam entwickelt und von mir, in Zusammenarbeit mit Dr. Ingrid Hörner und Friedrich Wenz methodisch strukturiert worden.

Meine Arbeit ist „weitergereichte Agronomie“ und findet deshalb auf den Feldern statt. Spaten und Sonde, Auge, Hand und Nase sind die wichtigsten Werkzeuge zur Bodenbeurteilung. Man kann mit einfachen Tests feststellen, ob Ihre Maßnahmen wirken und die Bodenbiologie Ihnen hilft oder abwesend ist - und Ihr Aufwand steigt.

Sie haben nur eine Ernte pro Jahr, Ihr „grüner Daumen“ kann so während des Anbaues - nicht erst mit der Ernte - trainiert werden! Das ist Inhalt meiner Bodenkurse, Workshops und Feldtage und der Medienprojekte.

„Unkräuter“ sind Wegzeichen der Natur, sie repariert damit eine gestörte Bodenbiologie. Bringen Sie mit einfachen Anbau- und Kulturmaßnahmen die Lebenswelt des Bodens wieder ins Gleichgewicht - und das „Unkraut“ wird harmlos oder verschwindet sogar! Das ist Präzisionslandwirtschaft aus biologischer Sicht. „Unkraut“ - „bekämpfen“?

Die Kultur ist ertragreich, wenn sie während des Wachstums möglichst wenig Streß erlebt hat. Streß drückt immer den wichtigsten Lebensprozeß, die Photosynthese. Das begrenzt den Ertrag - und die Energieversorgung für das Bodenleben! Aus diesen zwei Gründen ist der Blattsafttest mit dem Refraktometer der neue, aber wichtigste Teil der Bestandesbonitur geworden. Lernen Sie eine neue Sicht auf das Pflanzenwachstum kennen!

Bodenschäden, oft die Folge von Kompromissen, können mit Anbaumaßnahmen reduziert werden. Was sich vermeiden läßt, muß aber nicht behoben werden.

Direktsaat -
Ist ein Säverfahren, kein regeneratives Anbausystem.
Die Saat mit < 50% bewegter Bodenoberfläche ist in einem dauerbegrünten Anbausystem sinnvoll und möglich. Am besten funktioniert es ohne Totalherbizide, weil deren bakterizide Nebenwirkung langanhaltend stört. Die Unterbrechung des Shikimisäureweges in Mikroben und Pflanzen durch einen weit verbeiteten amerikanischen Wirkstoff unterbricht auch die Huminstoffbildung, so daß die Kohlenstoffspeicherung mit dem „chemischen Pflug“ fragwürdig ist.

Für einen sicheren „Reset“ der Schläge vor dem Anbau der neuen Erntekultur ist die Flä-chenrotte durch Schälung empfehlenswert. Damit wird ein hochreaktives Boden-Pflanzengemisch hergestellt und das Bodenleben mit schnell umsetzbaren Kohlenhydraten und Eiweißen gefüttert. Das ist eine der leistungsfähigsten Methoden des Huminstoffaufbaus. Starkniederschläge versickern schnell, wenn die oberirdischen Pflanzenmasse zur Rotte gebracht wird. Das ist einfach und kostensparend. Maßnahmen, die die Rotte verhindern, sorgen für Pfützen auf dem Acker. Dazu können herkömmliche Methoden und Technik aus dem weit verbreitetem begrünungsfreien Anbau führen!

Huminstoffbildende Prozesse sind also der Mittelpunkt des Humusaufbaues. Wie fördert man sie während des Anbaues? Das dazu nötige KnowHow wird, in fruchtbarer Zusammenarbeit mit Friedrich Wenz, im „Bodenkurs im Grünen“, unserer Jahresausbildung, vermittelt. Unser gemeinsames Ziel ist es, Ihre Kompetenz, mit nichtoxischer Landbewirtschaftung rentabel zu produzieren und den Boden zur Huminstoffbildung zu bringen - zu beleben. Das Open-Source-Konzept ist unser Prinzip: das Wissen um den belebten Boden ist mit vielen Akteuren entstanden und gehört in viele Hände. Dadurch wird es weiterentwickelt, und ich verstehe mich, gemeinsam mit den anderen Partnern und Akteuren, als Moderator und Impulsgeber.

„Alles Fertige wird angestaunt, alles Werdende wird unterschätzt.“

Friedrich Nietzsche

Ein Bodenprofil sagt mehr als 1000 Zahlen!

Bewerten Sie die Wirkung Ihrer Maßnahmen! Ein Bodenprofil sagt mehr als 1000 Zahlen!

Spaten und Sonde, Auge, Hand und Nase sind Ihre wichtigsten Werkzeuge zur Bodenbeurteilung.

Spaten und Sonde, Auge, Hand und Nase sind Ihre wichtigsten Werkzeuge zur Bodenbeurteilung.

Boden und Pflanzen zeigen, wie Ihre Maßnahmen funktionieren

Boden und Pflanzen zeigen, wie Ihre Maßnahmen funktionieren - Sie können es mit allen Ihren Sinnen feststellen!

Pflanzen zeigen Ihnen, was sie lieben!

Pflanzen zeigen Ihnen, was sie lieben! Schärfen Sie Ihren Blick, die Signale der Pflanze „auszulesen“!